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Ein Projekt von Wim Salki
déjeuner sur l´herbe

Eine Installation des niederländischen Künstlers Wim Salki
im "Gothaer Kunstforum" in Köln vom 6. bis zum 28. Mai 2000:

eine Konstruktion - ein Blumenbeet - eine Aussichts-Plattform - ein Tisch - eine Bühne - ein Veranstaltungsort - ein Forum - eine Eingangshalle - ein Innenhof - ein Performance-Programm - ein öffentlicher Raum - ein privater Ort - eine Skulptur - ...

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Déjeuner sur L´Herbe 2000

Der Rotterdamer Künstler Wim Salki wird für drei Wochen die Halle des "Gothaer Kunstforum" (in der Kölner Südstadt) mit einer Baugerüst-Installation besetzen. Diese Konstruktion stellt den Rahmen oder besser gesagt die Bühne für ein von Salki inszeniertes "Déjeuner sur l'Herbe 2000" dar, das von mehreren Dutzend Akteuren unterschiedlichster Herkunft bespielt wird. Die Installation selbst besteht aus einem kubischen, mit Blumen bepflanzten, begehbaren Gerüst, das mit seiner 1,5 m breiten und 30 m langen Erweiterung wie ein Tisch oder Laufsteg die Tiefe der Halle durchmißt.
Kernthema des Salki-Experiments ist die Frage nach Öffentlichkeit und Privatheit, nach Räumen und Orten, die eher der einen oder der anderen Kategorie zugeordnet werden, und vor allem nach den öffentlich-privaten Grenzfällen.
Wim Salki ist hierbei Gast (des "Gothaer Kunstforum") und zugleich Gastgeber (der den ihm "geliehenen" Ausstellungsraum an andere "weiterverleiht"). Er lädt ganz verschiedene Menschen ein, diesen Raum - mit samt der darin stehenden Installation - für ganz unterschiedliche (private, halb-öffentliche oder jedem zugängliche) Vorhaben, Veranstaltungen und Aktionen zu nutzen. Auf diese Weise läßt Salki ein höchst disparates, aber um ein gemeinsames Phänomen kreisendes Programm entstehen: Wie nehmen wir die Grenzen zwischen öffentlich und privat wahr, wie drücken sich die entsprechenden Unterscheidungen räumlich aus, und welche Rolle(n) kann und soll die Kunst in diesen Zusammenhängen einnehmen. Wim Salki hat die Künstler, die im "Gothaer Kunstforum" wohnen und arbeiten, Performance-Künstler aus Köln und aus den Niederlanden, Kunstvermittler aus verschiedenen Ländern, aber auch ganz "normale" Bewohner Kölns eingeladen, das zu tun, was sie in dieser "Halle mit Kunst-Installation" tun möchten.

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Wim Salki: Installation

Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 6.5.2000, um 17Uhr.
Begrüßung: Prof. A. Wilhelm Klein,
Vorsitzender des Vorstandes des Atelierforums Köln e.V.
Einführung: Thomas Meyer zu Schlochtern
Koordinator Auslandsbeziehungen des TENT,
Centrum BeeldendeKunst, Rotterdam (NL)
Ausstellung vom 7.5. bis 28.5.2000
Di bis Sa 16 bis 20 Uhr, So 12 bis 18 Uhr, Mo geschlossen

Mit freundlicher Unterstützung durch
O en S fonds, CBK, Rotterdam (NL)
VvK (NL)
Grund und Boden GmbH, Köln
GAG, Köln

Gothaer Kunstforum
Alteburger Wall 1, 50678 Köln (Südstadt)
Eine Ausstellung des Atelierforums Köln e.V.
und der Gothaer Versicherungen

Realisation: Dietmar Schneider

Eröffnung
6. Mai 2000, 17 - 21 Uhr

Mit:
Merel van Heusden und Inge Niederkoorn:
Aktion
Karin Peulen
100 Kölnerinnen und Kölner werden zur Eröffnung ausgewählt und eingeladen. Bei Erscheinen werden die Eingeladenen von der Künstlerin mit je 5 DM bezahlt.

Finissage
28. Mai 2000, 16 - 19 Uhr

Mit:
Philemon Mukarno
Komposition, bei der die gesamte Installation als Instrument benutzt wird.
Global Human AG
Recycling der Blumen, die als Teil der Installation gepflanzt sind.

Das Programm

6. - 28. Mai
Zeger Reyers: Pilzzucht - die Pilze sind zum Verzehr geeignet und werden für Besucher vor Ort gekocht.

8. Mai - 28. Mai
Karen Scholz: Beben VI
Seinsmographische Sammlung, hier: Listen und Pläne, 1993 bis 2000.
Die Seinsmographische Sammlung umfasst unterschiedlichste Dokumente von Lebens- und Alltagsbewältigung. Zusammengetragen an Gesprächsabenden und Expertinnentreffs, mittels Befragungen und durch die Einladung zur Mitarbeit an speziellen Fragestellungen - sowie im täglichen Leben selbst. Die bisher beleuchteten Bereiche: das Unumgängliche (Einkauf, Essen, Wäsche, Abwasch, Körperpflege etc.), die Ordnung, der Lebensweg als Skizze, das Handarbeiten, die Konfliktlösung, die Kopfbedeckung, die Reise. In variierenden Konstellationen werden Objekte, Texte, Fotos und Ordnungssysteme präsentiert.
Dies geschieht häufig auch in Begleitung eines Licht-Bild-Vortrags.

11. - 14. Mai
Martijn te Winkel: Zeichnungen

12. Mai, 20 Uhr
Paul Devens: Ein 20-minütiges Konzert mit dem Titel "Bluenail". Devens benutzt elektronische und digitale Instrumente genauso wie Aufzeichnungen und Live-Geräusche, die er manipultiert.

13. Mai, 18 Uhr
Carola Lehman: "100 things to represent life" - ein Audioguide

13. Mai, ab 19 Uhr
Korkot Elbay: "Das Geheimnis der Bassdrum", Minimal-Techno

14. Mai, 20 Uhr
Eva Schieffer: Flöten, Barbara Golenia: Gitarre

18. Mai, 21 Uhr
Dancing Queens

19. Mai, 21 Uhr
Vincent Epplay: "Infinite CD for Unlimited Music", 40-minütige Musik-Performance

20. Mai, geöffnet ab 19 Uhr
"Habitude?!"
Ab 20:30 Uhr Theoriedebatte zu Selbstverständnis und Haltung von Künstlerinnen und Künstlern im System von Institutionen und "Gesetzmäßigkeiten" des derzeitigen Kunstbetriebs in drei europäischen Ländern. Mit Arno von Roosmalen, TENT Rotterdam; Susanne Titz, Neuer Aachener Kunstverein; Thomas Michelon, Bureau des Arts Plastiques, Köln; Maria Hlavajova, SUBK Utrecht / Manifesta 3 Ljubljana.
Musik-Intermezzo von TASKAP, Intervention mit drei Hunden von Marnix de Nijs.

21. Mai, 16 Uhr
"Ode aan Oom Bob (Ode an Onkel Bob)"
Ein deutscher Chor singt das alte holländische Volkslied "waar op de blanke top der duinen". Die Aufzeichnung wird später vom Amsterdamer Sender "Salto TV" ausgestrahlt.

21. Mai, 17 Uhr
Carola Lehman: "100 things to represent life" - ein Audioguide

Weitere Beteiligte sind:

ArchitekTanz - Isa Wortelkamp und Petra Hensmann
Proben zu einer Tanz-Choreographie für die Installation und das Gebäude

HEDAH: Ein Maastrichter Künstlerraum, der im Gothaer Kunstforum interveniert

Orfaert den Otter:
Ein Objekt

Global Human AG: Ein virtuelles Unternehmen, das im ästhetisch-ethischen Investmentbereich arbeitet

und andere ...

 

weitere Informationen:
www.atelierforum.de

 

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