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Ein Konzept zur Gesamtgestaltung für die EXPO 2000 in Hannover R |
| Die Indigenen Völker |

Der Tourismus und die Medien sind zwei Formen der Begegnung mit anderen
Kulturen. Die subjektive Aufmerksamkeit für andere Lebenszusammenhänge wird
durch den Tourismus erhöht. Durch die Medien werden wir ständig mit dem Fremden
konfrontiert und erleben unsere Lebenssituation als verunsichert. Anders werden
fremde Kulturen von jungen Menschen in den Metropolen aufgenommen, die gerne
das adaptieren, was sie zur Selbstgestaltung brauchen können.
Das Gestaltungskonzept für die Expo 2000 in Hannover soll die
Verschiedenartigkeit der indigenen Völker verdeutlichen. Gleichzeitig sollen
die Völker aber auch als "universal indigeneous community", die ihren
gemeinsamen Reichtum vorstellt, auftreten. Für die inhaltliche Vermittlung wie
auch die architektonische Raumbildung auf der Expo 2000 hat die facts+fiction
GmbH (Konzeptteam: Meyer Voggenreiter, Rudi Frings, Bernd Fuchs, Rainer
Osnowski / Architektur: b&k+) ein übergreifendes Gestaltungskonzept gesucht.
Die zentrale Idee: Copyright - Wem gehört die Welt?
Eine der Grundfragen für eine friedliche Koexistenz der Völker und Kulturen der
Welt stellt sich auf der Ebene der Rechte auf die eigenen Ressourcen. Eine
Signatur, die für diese Problematik stehen kann, ist das © des Copyrights. Denn
damit ist beides signalisiert: der Anspruch auf die Einzigartigkeit der
Urheberschaft und die Bereitschaft zum Austausch im gemeinsamen Interesse.
Die Gestaltungselemente
Der Auftritt der Indigenen Völker arbeitet mit acht Strukturen, die auf
verschiedenen Ebenen der Funktion, der Kommunikation und Erfahrung wirksam
werden.
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Die Architektur - das zelluläre ©
Das Zeichen des © wird zur emblematischen Architektur des Standes der Indigenen
Völker. Um aus dem © eine Standarchitektur mit verschiedenen Funktionen zu
generieren, wird es wie eine Zellkultur in alle drei Dimensionen
vervielfältigt. Horizontal- und Vertikalschnitte durch das ©-Gewebe legen
Funktionsräume und Wege frei. In den Zentren der ©-Zellen entstehen
kuppelartige Räume. Dadurch wird eine Kuppel-Architektur generiert, wie sie
überall auf der Welt in der Urform des Hauses, der runden Hütte, verbreitet
ist, wie wir sie aber auch aus den Hightech-Bauformen eines Buckminster Fuller
kennen. Ein evolutionärer Bogen spannt sich.
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Kontaktzonen
Die Außenbereiche des Standes sollen thekenähnliche Informationsmodule
aufweisen und wirkungsvolle Exponate als Eyecatcher zeigen.
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Die Homepage
In den Theken der Kontaktzone werden dem Besucher durch eine Homepage im WWW
über die vielfältigen Initiativen der Indigenen Völker informiert. Das Internet
zeigt seinen sinnvollen Nutzen als Instrument der Wechselwirkung für die
Indigenen Völker.
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Das Archiv der Indigenen Völker
Die sich im ©-Gewebe ergebenden Wandelgänge werden an der Wandungen mit einem
durchgehenden Bild- und Materialfries gestaltet, das den materiellen und
immateriellen Reichtum der indigenen Kulturen in inhaltlichen Sequenzen
darstellt.
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Das Haus des Gastgebers
Einer der Stände wird sich in ständiger Veränderung befinden. Jedesmal, wenn
eine neue Projektgruppe die Gastgeberschaft am Stand übernimmt, wird sie an
dieser Stelle ihr eigenes Haus bauen. Der Besucher lernt eine spezifische
Hüttenbauweise kennen und sieht vor allem auch den Zusammenhang mit der
modernen Standarchitektur.
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Das Tagebuch der Begegnungen
Die Vertreter der Projekte sollen während der Dauer der Expo von 153 Tagen
abwechselnd an einem öffentlichen Tagebuch schreiben.
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Die externen Satelliten
Der Auftritt der Indigenen Völker auf der Expo soll auch bei deren dezentralen
weltweiten Projekten eine interaktive nutzbare Präsenz haben. Dafür werden
Projekte mit einer entsprechenden Infrastruktur ausgewählt.
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Das Veranstaltungsprogramm
Die Indigenen Völker werden auf ihrem Stand verschiedene Programme anbieten,
aber sie werden auch die gemeinschaftlichen Strukturen des Hauses der
Weltweiten Projekte intensiv mitgestalten und nutzen.
Das vollständige Konzept als PDF-Datei: Download
Kostenloser PDF-Viewer zum Download: 
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